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VPN-Wissen von der Technik bis zur Kaufentscheidung

Fünf Lesestrecken statt einer langen Liste. Du kannst vorne anfangen oder direkt in die Strecke springen, die zu deiner Frage passt.

Die Kurzfassung

Ein VPN verlagert Vertrauen

Ohne VPN sieht dein Internetanbieter, welche Server du ansteuerst. Mit VPN sieht er nur noch den Tunnel, dafür sieht der VPN-Betreiber die Ziele. Die Frage ist also nicht, ob jemand mitliest, sondern wem du das zutraust.

Verschlüsselung ist selten das Problem

Alle ernstzunehmenden Anbieter nutzen dieselben, seit Jahren unangefochtenen Verfahren. Unterschiede entstehen an der Implementierung: Leck-Schutz, Kill Switch und wie der Client sich bei Netzwechseln verhält.

Serverzahlen sagen wenig

Ob ein Anbieter 3.000 oder 7.000 Server betreibt, merkst du im Alltag nicht. Relevant sind ein naher Standort, ausreichende Anbindung und ob der Anbieter virtuelle Standorte kennzeichnet.

Lesestrecke 1

Grundlagen

Was hinter dem Tunnel steckt, warum die IP-Adresse wechselt und wo die Grenzen der Technik liegen.

Lesestrecke 2

Technik und Protokolle

WireGuard, OpenVPN, IKEv2 und die Verschlüsselung darunter. Dazu die Schutzmechanismen, die im Fehlerfall greifen.

Lesestrecke 3

Privatsphäre und Logging

Was ein Anbieter überhaupt speichern kann, was eine No-Logs-Aussage wert ist und was ein VPN gegen Tracking ausrichtet.

Lesestrecke 4

Im Alltag einsetzen

Öffentliche Netze, Heimnetz, Router, mobile Geräte und die Frage, was das Ganze an Geschwindigkeit kostet.

Lesestrecke 5

Anbieter auswählen

Kostenlos gegen kostenpflichtig, Testphasen, Rückgabefristen und die Kriterien, die eine Entscheidung tatsächlich tragen.

Wenn die Technik klar ist

Der Anbieter-Vergleich stellt die Merkmale gegenüber, die sich nicht monatlich ändern, und sortiert nach Anwendungsfall statt nach Werbebudget.

Zum Anbieter-Vergleich

Häufige Fragen zur VPN-Technik

Welches VPN-Protokoll sollte ich nehmen?

WireGuard, sofern der Anbieter es unterstützt. Es ist deutlich schlanker als OpenVPN, baut Verbindungen schneller auf und erreicht auf denselben Leitungen höhere Durchsätze. OpenVPN bleibt sinnvoll, wenn eine Verbindung durch restriktive Firewalls muss, weil es sich über TCP auf Port 443 tarnen lässt. PPTP gilt seit Jahren als gebrochen und sollte nicht mehr verwendet werden.

Was ist ein DNS-Leak?

Ein DNS-Leak liegt vor, wenn die Namensauflösung am Tunnel vorbei zum DNS-Server deines Internetanbieters läuft. Der Datenverkehr selbst ist dann zwar verschlüsselt, aber die Liste der aufgerufenen Domains landet trotzdem beim Provider. Seriöse Clients betreiben deshalb eigene DNS-Server im Tunnel und blockieren Anfragen, die daran vorbeigehen.

Wozu dient ein Kill Switch?

Er unterbricht die Internetverbindung, sobald der VPN-Tunnel abreißt. Ohne diesen Schutz fällt das Gerät im Moment des Abbruchs auf die normale Verbindung zurück und sendet unverschlüsselt weiter, oft ohne dass der Nutzer es merkt. Bei Dauerverbindungen und bei P2P ist der Kill Switch das wichtigste einzelne Merkmal.

Reicht ein kostenloses VPN?

Für gelegentliche Nutzung in einem fremden WLAN kann ein seriöser Gratis-Tarif genügen, etwa der von Proton VPN, der ohne Zeitlimit und ohne Werbung auskommt. Problematisch sind Gratis-Apps ohne erkennbares Geschäftsmodell: Der Betrieb von Servern kostet Geld, und wenn nicht der Nutzer zahlt, wird die Nutzung selbst zum Produkt.